Tanztheater Jena e.V.

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Tanztheater Jena e.V.

Faszination Tanz (2007)

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Vorankündigung

Erstmals Show mit den "Alten"

Tanztheater Jena feiert 45 Jahre Bestehen mit einstmaligen Mitwirkenden

von Michael Groß, erschienen in der OTZ am 22.01.2007

Einmal Tanz, immer Tanz. So könnte man das bezeichnen, wovon sogar die gestandene Tanzpädagogin Manuela Schwarz am Sonnabend nahezu verblüfft war - über 60 einstige Tänzerinnen und Tänzer (die Älteste bereits 70 Jare) hatten sich im Volkshaussaal eingefunden, um endlich mal wieder beim Tanztheater Jena mitzumachen.

Gelegenheit dazu ergab sich aufgrund eines Jubiläums. Als nämlich im vorigen Jahr 45 Jahre Tanztheater gefeiert worden war, hatte man zahlreiche Mitglieder des Ensembles von einst eingeladen. Die hatten sich darüber gefreut, doch noch mehr würden sie sich freuen, nicht nur mitzufeiern, sindern mal wieder selbst mitzutanzen. Tanztheater-Chefin Manuela Schwarz griff diese Idee auf und sagte: Warum nicht!
 
Und siehe da. Ohne schriftliche Einladungen zu verschicken, hatte es allein nur durch den "Buschfunk" funktioniert, und aus allen Teilen Deutschlands, von Hamburg über Berlin bis Münschen, wo die Tanzfreunde von einst heute verstreut leben, waren sie am Samstag einfach nach Jena gekommen und hatten ihre Tanzschuhe wieder kräftig geschnürt. [...]

Es war vor reichlich 45 Jahren, als Mauela Schwarz die Leitung dieses Ensembles übernahm. Schlee profilierte es sich und sorgte zu DDR-Zeiten als Schlagertanzgruppe das VEB Car- Zeiss Jena für Furore. Der Entertainer und künstlerische NAchwuchsfördere Heinz Quermann war es, der die Jenaer Tanzfans schnell entdeckte und ins Fernsehen holte. Viele Auftritte weit über Jena hinaus schlossen sich seitdem an. Kein Wunder also, dass viele Mitwirkende von einst wungeschöne Erinnerungen mit dem Tanztheater Jena verbinden. Diesen Namen trägt es seit 1990 und wartet alljährlich mit einer groß angelegten Tanzshow im Volkshaus auf. Dieses Mal solle s einen Quershnitt sowohl durch die Chronik als auch durch die Stilrichtungen des Tanzes geben, wie Manuela Schwarz ankündigt. Da wird es ein Eingangs-Programm mit allen Beteiligten geben, es schließen sich einzelne Darbietungen zu Musik aus Musicals, Modern Dance, Jazz, Swing und sogar Hip Hop an. Und zum Finale soll es eine Nummer geben die schin seit 20 Jahren ein Kracher beim Tanztheater ist - Salsa aus Kuba. Nur mit der Dauer des Programms für jenen Abend am 10. März ist sich Manuela Schwarz noch nicht so sicher. Es gebe so viele gute Sachen, dass man momentan noch bei fast drei Stunden ist. Da müsse wohl noch mal gesiebt werden. [...]

 

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Rezension

Mitreißender Blick auf 45 Jahre Tanztheater

Jubiläumsprogramm im Volkshaus begeisterte Publikum

Von Hans Lehmann, erschienen in der TLZ 2008

Immer wenn das Tanztheater Jena e.V. unter Leitung von Manuela Schwarz zur Jahresvorstellung ins Volkshaus einlädt, dann kann man sicher sein, ein ob des Gezeigten begeistertes Publikum von Alt und Jung versqammelt zu finden. Diesmal nicht minder, handelte es sich doch um eine große Retrospektive aus 45 Jahren Tanztheater unter fröhlich agierendem Einbezug Ehemaliger. Das Entree war wie immer dem Kinderprogramm gewidmet: "Große Pause auf dem Schulhof" Was hier zwischen den Größeren und Kleinen über die Rampe kam, das war einfach amimierend fröhlich anzuschauen. Wenn dann gar Vier von ihnen im Verein perfekt zu steppen vermögen, dann kommt man aus dem Staunen so schnell nicht heraus.

Über das Hauptprogamm nachträglich zu memorieren fällt schwer - wo anfangen und wo aufhören? Neben traditionellenm Can Can und bereits bekannten Choreografien - etwas "Verbunden", wie eine Sehende mit einer Blinden zu gemeinsamem Ausdruck findet, Tango mit Stühlen u.a. - waren es die Auftritte Ehemaliger, die mit der aktuellen Truppe zusammenwirkten. Wenn dann zwei von ihnen in "Gemeindam" ein PAs de deux von vor zwölf Jahren perfekt und ausdrucksstark heraufholten, dann spricht das für die Methodik und Nachhaltigkeit der Arbeit des Ensembles.

Individualität und sichtbare Freude

Überhaupt, was unterscheidet "Chorus LIne Finale" beim MDR-Fernsehballett von dem des Tanztheaters? Dort berufsbedingte aalglatte Perfektion im Gardemaß, hier dazu jenes Quäntchen Individualität jeder einzelnen Tänzerin sowie sichtbar ablesbar Freude und dennoch Genauigkeit im Detail. Und noch eine Beobachtung: Einst begann das Ensemble mit Folklore und Schlagertanz. Wenn jetzt für Klezmermusik eine Choreografie gefunden wird, dann spürt man etwas von den symbolhaft ritualen Tänzen im Jüdischen, aber auch die reflektion gegenwärtiger Elemente des Gruppentanzes hierzulande. Das Ganze nachinszeniert in kurzer Zeit für diesen Abend, gemeinsam getanzt vom aktuellen Corps und Ehemaligen. Überhaupt: Tanzfreunde und Kenner denken noch an die Ballettabende der Geraer im bis 1987 bestehenden Stadttheater unter Inge Berg-Peters.

Unser Jenaer Tanztheater e.V. unter Leitung von Manuela Schwarz befindet sich auf bestem Weg, ebenfalls zur Legende zu werden mit immer wieder neuen Choreografien - und dies mitreißend perfekt, wie auch an diesem viel bejubelten Abend. Mag es lange so bleiben.

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