Tanztheater Jena e.V.

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Tanztheater Jena e.V.

Realisationen V (2008)

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Rezension

Ausnahmezustand im Volkshaus

Tanztheater brillierte mit neuen Kreationen
Von Hans Lehmann, erschienen in der TLZ am 11.03.08
 
Wenn das Tanztheater Jena e.V. seine neuesten Tanzkreationen vorstellt, dann kann man sich eines Publikumsansturms sicher sein. Was hier an Ideen choreografisch umgesetzt wird, das würde einem Profi-Ensemble zu Ehre gereichen. Das Verblüffende wiederum am Programm „Realisationen V“ ist die Tatsache, dass von den insgesamt 19 Programmteilen in Idee und Choreografie fast alle aus den Reihen der 23 Ensemblemitglieder stammen und mit einer Perfektion realisiert wurden, dass man aus dem Staunen nicht heraus kam. Spätestens hier muss Manuela Schwarz genannt werden, nicht nur die Idee zu diesem Konzept kam von ihr in 5. Folge. Das Tanztheater in seiner einzigartigen Geschichte der tänzerischen Ausbildung von Kindesbeinen an bis ins höhere Alter ist ihrer Methodik geschuldet. Einstige Eleven können nicht mehr davon lassen, so aus an diesem Abend, wo die „Nimmermüden“ sich in der Meisterin Choreografie  zu Klezmer-Spiel wieder zusammenfanden. Es begann mit dem Nachwuchs, der Magdas Traum improvisierte, genauer gesagt aber mit unserem unverwüstlichen GMD Nicholas Milton, von Uwe Germar auf Video eingefangen beim Dirigieren für „Mamma Mia“. Wo anfangen und aufhören in den Details? „Schach Meets Tango“ (die Jüngeren), „Drei in Einem“ oder Orientalisch, eine Solonummer mit Bauchtanzelementen, um nur einige zu nennen. Komisches, Artistisches und immer wieder der Griff ins volle Menschenleben. Für den Ballett- und Tanzkenner bis ins Folkloristische hinein ist bei diesem Ensemble so ziemlich alles präsent, was die Kunst ausmacht in Gruppe, Solo und der hohen Schule des Pas de deux klassisch, Ausdruckstanz und Jazzdance. Kein Wunder dass sich, von Anja Schwind-Schulze-Jena moderiert, die Stimmung im Volkshaussaal aufschaukelte bis zu den hinreißend getanzten Buttons vor dem Finale am Ende eines Abends, wo die Generationen fröhlich und staunend miteinander kommunizierten, letztlich Sinn und Ausdruck des Tanzes überhaupt als Abbild menschlicher Existenz in Freud’ und Leid.
 
Rezension

Mitreißende Tänze plus Chefdirigent

Furiose "Realisationen" vom Tanztheater

von Lena Mayer, erschienen in der OTZ am 15.05.08

Mit einer fulminanten Eröffnung zum Titel "Mamma Mia" startete das Tanzteater Jena am Samstagabend im Volkshaus in eine abwechslngsreiche un dunterhaltsame Show. Für de richtigen Takt beim Einzugstanz sorgte Nicholas Milton, der auf einer Leinwand sein imaginäres Orchester dirigierte. Der Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie hatte sich spontan für die Augenschmaus-Einlage bereit erklärt.

Weiter ging es mit den Kleinsten. ZU den irischen Klängen des "Lord of the Dance" farefroh über die Bühne wirbelnd, bewiesen die Mädchen eindrucksvoll, dass man um den Tanztheater-Nachwuchs wahrlich keine Angst haben braucht. Hatten die Kinder die Choreographie zu "Magdas Traum" noch gemiensam mit der langjährigen Tanztheater-Leiterin Manuela Schwarz entwickelt, so entstammen alle weiteren Tänze des Abends aus der Feder verschiedener Ensemblemitglieder. Wagten sich die Tänzerinnen zunächst noch zögerlich ans Choreographiern heran, so war die fünfte Auflage der "Realisationen"-Reihe am Samstag geprägt von selbstscher auftretenden jungen Damen.

Facettenreich und fabelhaft muteten die Tänze an. Stets wechselnde Formationen, Kostüme und Musikstile ließen es dem zahlreich erschienenen Publikum nie langweilig werden. Einer der Höhepunkte war die Schachbrett-Choreographie, bei der sich die jeweils acht schwarzen und weißen Figuren spielerisch-flink eine packende Partie lieferten. Matt waren am ende die weißen. Weitere Begeisterunggstürme lösten die Projekte "Beats of Character", "Zerreißprobe", "Dance!" sowie nicht zuletzt die Schaufensterpuppen-Sensation mit dem tollen Mann aus.

Im großen "Abba"-Finale kam schließlich noch einmal Nicholas Miton zum Zug. Diesmal mit Gesicht zum Publikum und all seine zu wahren Heiterkeitsausbrüchen reizenden Gesichts-Grimassen offenbarend.

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