Tanztheater Jena e.V.

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Tanztheater Jena e.V.

Licht und Schatten (2001)

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LICHT UND SCHATTEN - so nannte sich das Programm des Tanztheater Jena e.V., in welchem 40 Tanzakteure eine etwas andere Seite des Ensembles präsentierten - jenseits der bisherigen Show- und Musicalprogramme.

Ein Programm, in welchem LICHT UND SCHATTEN den Zuschauer durch drei Teile begleiten.
Als Einführung galt das Spiel mit figürlichen und kontrastierenden geometrischen Elementen, unter dem Einsatz von Schwarzlicht. Eine Abstraktion der Entstehung und Interaktion von Objekten.
Der zweite Teil beinhaltete bekannte und neue Einzeltänze, welche mdiverse Augenblicke, sowie einschneidende Ereignisse des Lebens darstellen.
Immer wieder existierende und relevante LICHT UND SCHATTEN - Seiten der Individuen wurden abschließend in einer Geschichte gezeigt, welche die Thematiken ABSCHIED, GEBURT, KAMPF und LEBEN aufgreift.

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Rezension

Vom Pas de Deux bis zum Folk

Künstlerische Vollendung bei der Tanztheater-Premiere von "Licht und Schatten"

von Hans Lehmann, erschienen in der TLZ am 11.12.2001

Die Atmosphäre knisterte förmlich im abgedunkelten Volkshaussaal, die neue Inszenierung des Tanztheater Jena e.V. hatte am Freitagabend Premiere. "Licht und Schatten" - unter diesem Motte entdeckte man an Spiele, Tänze und Leben. Waren es zunächst faszinierende Szenen im Schwarzlicht über dessen Phantasiereichtum man nur staunen konnte, so bot der Mittelteil so ziemlich alles, was heute aus Erbe und Gegenwart zum Handwerkszeug der Tänzer [gehört.] Von Pas de deux, Ausdruckstanz, Jazz-Dance bis Folk und das in bewegenden Bildern.

Da werden Geschichten erzählt von Höhen und Tiefen im Alltag, entstehen legendäre Figuren wie James Bond oder Solo Sunny, wird Broadway-Atmosphäre gezeigt (Fever) oder ein Tango mit Stühlen als Requisiten antizipert (La Danca Rossa), um im Abschliezenden Teil frei nach Goethe "wonniglich" Szenen zu zeigen, deren Choreografie von Abschied über Geburt  gar Kampf zum Leben als Ideal der Generationen miteinander führt. Zauberhafte Bilder, Anhänge an die Reigen des Jugendstiles sind zu sehen oder des jugendbewegten Ausdruckstanzes der Wigmann im nun bereits hinter uns liegenden Jahrhundert.

Das Faszinierende aber des abendfüllenden Programms liegt in der Tatsache begründet, dass hier Amateure zu Werke gehen, die den Choreografien von Pizans, Ellis Perry und Manuela Schwarz einen Grad von künstlerischer Vollendung zu geben vermögen.

Keine erstarrte Routine bei den Eleven

Von den Kindern, den jungen Eleven bis zu denen , die berits 12 Jahre mit dem Tanztheater im harten Training verbunden sind, wird Tanzkunst präsentiert, die manchem Profitheater zu Ehre gereichen würde, denn hier ist noch nichts von erstarrter Routine zu spüren, vielmehr etwas von Spaß an der Freude, besonders in der Freizeit gestalten zu wollen und zu können. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nicht ohne Grund dankte das Publikum mit minutenlangem Beifall und stehenden Ovationen. Manuela Schwarz und "ihr" Tanztheater sind eine Institution hohen künstlerischen Ranges. An der Inszenierung, die sicher auch anderswo wiederholt wird, sind viele Helfer beteiligt. Stellvertretend seien der Volkshaustechniker Roland Niekler und Eberhardt Rakow (Sound) für die vielen Helfer im Hintergrund genannt, die zum Gelingen beigetragen haben.

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